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KK-Antrag und Domain-Umzug

Der "Umzug" einer Domain ist für viele Anwender schwer zu verstehen, daher haben wir an dieser Stelle die wichtigsten Fakten zusammengestellt und versucht, eine verständliche Erklärung zu schaffen.

So funktioniert der Zugriff auf eine Domain
Um die technische Problematik eines Umzuges zu erklären, muß zunächst klar sein, wie der Zugriff auf eine beliebige Homepage im Internet funktioniert. Im Schaubild sind die wichtigsten Eckpunkte für den Zugriff auf eine Homepage dargstellt.



Ein Internet-Surfer wählt sich ins Internet ein und ruft seinen Browser auf. Dort ruft er eine beliebige Seite auf, sagen wir "www.z-dev.de". Diese "Adresse" ist so im Internet aber gar nicht bekannt, das Internet arbeitet ausschlielich mit einem Nummernsystem. Um die entsprechende Nummer zu "www.z-dev.de" herauszufinden, wendet sich der PC des Internet-Surfers zunächst an einen "DNS-Server" (Domain Name Service). Dieser Server wird von Ihrem Internet-Provider zur Verfügung gestellt, also z.B. T-Online. Der DNS-Server sucht in seinem riesigen Verzeichnis von Millionen von Domains weltweit die richtige Internet-Nummer zu "www.z-dev.de" heraus. Kennt er die Nummer noch nicht, fragt er bei einem anderen DNS Server nach und merkt sich die Nummer.

Der DNS Server kennt nun die Internet-Adresse und weiß, bei welchem Provider sich die gesuchte Homepage befindet. Also stellt er eine Verbindung zu diesem Provider her. Dieser Provider kann einen Internet Server betreiben oder auch hunderte, das spielt keine Rolle, denn jeder Server hat eine eigene Nummer im Internet. Auf einem solchen Internet-Server können aber zahlreiche Domains "gehostet" sein, d.h. hunderte von Anwenders teilen sich einen PC, denn jeder benötigt lediglich einen geringen Platz für seine Homepage.

Der Internet-Server erhält nun die Anfrage nach "www.z-dev.de", findet in seinem Verzeichnis die zugehörige Homepage und sendet diese Daten zurück an den Surfer, bei dem sie im Browser dargestellt werden.

Diese Ausführung ist stark vereinfacht, tatsächlich sind die Abläufe wesentlich komplexer.

Der Umzug
Der Umzug teilt sich auf in zwei Teilschritte, nämlich die reine Änderung der Adresse und der tatsächliche Umzug der Homepage. Der Vorgang ist faktisch vergleichbar mit einem realen Umzug. Auch im Internet erfolgt zunächst der Umzug der Homepage, d.h. alle Daten werden vom alten Server heruntergeladen und auf den neuen Server kopiert. Es existiert dann die Homepage physisch zwei Mal, da die eindeutige Adresse der Homepage aber noch nicht geändert wurde, rufen alle Surfer noch die Homepage auf dem alten Server auf.

Der zweite Schritt ist der KK-Antrag, ein Verfahren mit internationaler Gültigkeit, das von den zuständigen Registrierungsbehörden überwacht wird. Mit Hilfe des KK-Antrages wird die Zustimmung der Inhaber der Domains eingeholt umzuziehen, sowie die Zustimmung der Eigentümer des alten und neuen Servers. Haben alle Parteiuen zugestimmt, wird dem DNS-Server (siehe Schaubild) mitgeteilt, daß die Homepage nun unter einer neuen Nummer zu erreichen ist.

Probleme des Umzuges
Der genaue Zeitpunkt des Umzuges steht zunächst nicht fest, da alles maschinengesteuert abläuft. Es ist also erforderlich, daß bestimmte Vorkehrungen getroffen werden, damit keine Daten verloren gehen. Dazu später mehr.
Es kann sogar passieren, daß ein Hamburger Surfer noch auf die alte Homepage zugreift, während der Stuttgarter Surfer bereit die neue Homepage sieht. Das liegt daran, daß die vielen tausend DNS Server auf der Welt nur alle paar Stunden ihre Daten austauschen, so daß eine Verbreitung bis zu 24 Stunden dauern kann. In der Regel ist der Vergang innerhalb von 2 Stunden erledigt, sofern es sich um inländische Surfer handelt.

Umzug von Shops, Foren, etc.
Der Umzug mit dynamischen Daten ist immer problematischer als ein Umzug einer einfachen Homepage. Wegen der zuvor beschriebenen Verzögerung könnte es passieren, daß ein Kunde noch im alten Shop etwas kauft, obwohl der neue Shop bereits aktiv ist. So würden die Datenbestände unterschiedlich sein. Hierzu gibt es zwei sinnvolle Möglichkeiten:

Temporäre Abschaltung des dynamischen Content
Mit dem Start des KK-Antrages und nach dem Umzug der Daten legen Sie die Homepage auf dem alten Server still und geben dem Surfer die Auskunft, daß die Seite gerade überarbeitet wird. Dies ist für kommerzielle Anwendungen allerdings kaum der richtige Ansatz.

Paralleler Betrieb
Sie betreiben für eine begrenzte Zeit zwei Homepages und pflegen für diese Zeit auch zwei Datenbestände. Die Surfer merken dann gar nicht, daß die Homepage umgezogen ist. Dies ist allerdings ein recht komplexes technisches Problem, das wir gerne für Sie lösen.

Umzug von Postfächer für eMails
Für den Teil der eMail-Postfächer stellt sich der Umzug ähnlich dar. Jedes Postfach ist direkt an den Domain-Namen gekoppelt, die eMail-Adresse beinhaltet ja auch den Domain-Namen. Wird die Domain auf dem alten Server abgeschaltet, werden auch alle damit verbundenen eMail-Postfächer gelöscht. An dieser Stelle könnten also eMails verloren gehen, nämlich alle die Mails, die zwischen Ihrem letzten Abruf des Postfaches und der Löschung der Postfächer eingegangen sind. Aber auch hier gibt es eine einfache Lösung:
Sie legen für die Zeit des Umzuges einfach ein temporäres Postfach an, das alle Mails zusätzlich aufnimmt. Dies kann bei einem wahlfreien Provider erfolgen, Z-Dev bietet die Einrichtung eines "temporären Umzug-Postfaches" für die Dauer von drei Monaten für einen Pauschalpreis an.
Das Verfahren ist so: Auf dem alten Server legen Sie eine Weiterleitung der eMails auf das temporäre Postfach an und rufen künftig nur noch Mails vom temporären Postfach ab. Gleichzeitig bestimmen Sie in Ihrem Mail-Client die Mails vom neuen Server abzurufen. Zu den unterschiedlichen Zeitpunkten können damit drei Varianten auftreten:
1. Sie erhalten eine Mail auf dem alten Server, weil der Umzug noch nicht durchgeführt wurde. Diese Mail wird dann automatisch an das temporäre Postfach weitergeleitet
2. Sie erhalten eine Mail zu einem Zeitpunkt, zu dem der neue Server schon läuft, der Absender der Mail aber über einen langsamen DNS Server versendet. Auch hier wird die Mail an das temporäre Postfach weitergeleitet.
3. Sie erhalten die Mail über das Postfach auf dem neuen Server. Sie rufen das Postfach ja bereits ab und erhalten die Mail wieder auf direktem Wege. Ab diesem Zeitpunkt ist zu kontrollieren, ob noch Mails im temporären Postfach eingehen, das sollte nur für wenige Stunden der Fall sein. Danach kann das temporäre Postfach gelöscht werden und Sie rufen nur noch vom neuen Postfach ab.

Fazit
Umzüge von Domains verlaufen ähnlich wie Umzüge in der Realität, so gibt es einige Dinge zu beachten, damit keine Probleme entstehen. Haben Sie Fragen zu einem Verfahren oder wünschen Sie den Umzug von kritischen Daten, so sprechen Sie mit der technischen Hotline unter 0900 10 11 012.


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